Können Sie gut teilen?

Wie Sie Ihre Arbeitszeit in der Praxis optimal aufteilen

Wissen Sie eigentlich, wie viele Stunden Sie als Ärztinnen und Ärzte durchschnittlich pro Woche arbeiten? Wie viele Stunden Sie tatsächlich mit Ihren Patienten verbringen, wie viel Zeit Sie allein für sich im Büro sitzen und sich mit Bürokratie herumschlagen, die Sie immer wieder aus Ihrem ärztlichen Arbeitsprozess herausreißt?

Eine Befragung, durchgeführt vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), stellte fest, dass niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wie Sie rund 51,5 Stunden pro Woche arbeiten — und rund jede vierte Stunde dieser Arbeitszeit verbringen Sie ohne direkten Kontakt zu Ihren Patienten.

Patientenkontakt immer geringer  

Wie wir Ihnen aber hier berichtet haben, gehört die Zeit, die Sie mit den Patienten verbringen, zu den wichtigsten Ressourcen, die Sie in Ihrer Praxis besitzen. Ihre Patienten sollten im Zentrum Ihrer ärztlichen Arbeit stehen. Der verschwindend geringe Kontakt mit den Menschen, die Sie behandeln wollen, die ständige Ablenkung von Ihren wesentlichen Aufgaben, führen dazu, dass Sie unnötig belastet werden.

Wir erläutern Ihnen heute, wie Sie die Stunden, die Sie wöchentlich für Ihre Praxis aufbringen, so errechnen und aufteilen, dass Sie und Ihre Patienten davon gleichermaßen profitieren.

Darstellung NL_Arbeitszeit

Arbeitszeit in der wissenschaftlichen Erhebung

Sehen wir uns zunächst die Ergebnisse der Zi an. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte einer Stadtpraxis arbeiten demnach rund 51,5 Stunden die Woche, wohingegen Ärztinnen und Ärzte auf dem Land und im Umland rund 52 Stunden wöchentlich aufbringen. Auch unter den Fachrichtungen gibt es Differenzen: Internisten arbeiten mit Abstand am meisten (58 Wochenstunden), gefolgt von Kardiologen, Pneumologen, Gastroenterologen. Etwas weniger als der Durchschnitt, mit 49 Stunden, arbeiten laut Untersuchung Augenärzte, Dermatologen, Gynäkologen, HNO-Ärzte und Anästhesisten. Ungeachtet dieser Wochenstundenergebnisse stellen wir aber fest, dass der Kontakt mit den Patienten in jeder Arztpraxis, sei es eine Augenarztpraxis oder eine HNO-Praxis, im Vordergrund stehen sollte. Tut er das auch?

Zu wenig Stunden im direkten Patientenkontakt?

Was genau machen Sie denn mit Ihren durchschnittlich 51,5 Stunden? Laut der Befragung fallen 87% der Zeit, also fast 45 Stunden, auf ihre ärztliche Tätigkeit. Auf dem Land und im Umland weichen diese Zahlen leicht ab. Das heißt aber trotzdem für Sie, dass Sie 8% Ihrer vollen Arbeitszeit mit Bürokratie, Praxismanagement und Fortbildungen verbringen, obwohl Sie diese Zeit anderweitig benötigen. Noch interessanter wird es bei den Wochenstunden, die Sie tatsächlich direkt mit Ihren Patienten verbringen. Das sind nämlich nur sieben von zehn Wochenstunden.

Geht die Gleichung auf?   

Jede vierte Stunde, die Sie täglich in Ihrer Praxis verbringen und sich um Anamnese, Diagnostik, und Therapie kümmern wollen, wird Ihnen genommen durch Falldokumentationen, Praxismanagement, Notfallversorgung, Fortbildungen und Besprechungen. Dabei haben wir noch nicht einbezogen, dass sich der Patientenkontakt auch noch durch die Art der Versicherung Ihrer Patienten unterscheidet — denn auch zwischen GKV- und Privatversicherten gibt es einen wochenstündlichen Unterschied.

Lösen wir die Rechnung auf, um Ihnen Klarheit zu verschaffen:

51,5 h Allgemeine Arbeitszeit

– 6,5 h Nichtärztliche Arbeit

– 7 h Ärztliche Tätigkeit ohne Patienten

= 38 h in Patientenkontakt

Sind Sie mit dieser Zahl zufrieden? War Ihnen überhaupt bewusst, dass Sie Ihre Zeit in dieser Art und Weise aufteilen?

Sicherlich sehen Ihre persönlichen Wochenstunden noch etwas anders aus. Wir raten Ihnen, diese Stunden zu erfassen, damit Sie für sich entscheiden können, ob Sie Ihre Patienten optimal versorgen, Ihr ganzes Potential nutzen oder Zeit verschenken.

Eigene Zeiteinteilung dokumentieren

Dokumentieren Sie die Stunden einer für Sie typischen Arbeitswoche. Wie viel Zeit wenden Sie auf für…

  • GVK- bzw. „Kassensprechstunden“
  • IGeL-Sprechstunden
  • PKV- bzw. „Privatsprechstunden“ oder GOÄ
  • OP (GKV und PKV)
  • Gutachten
  • Fortbildungen
  • Verwaltungsaufgaben
  • Notdienste
  • Sonstige Zeiten

Addieren Sie diese Zahlen und beziehen Sie sie auf das gesamte Jahr, inkl. Urlaubs- und Krankheitszeiten, haben Sie Ihre wöchentliche Arbeitszeit errechnet und erhalten einen Überblick darüber, womit Sie Ihre Praxiszeit verbringen.

Zufriedenheit und beste Versorgung für Ihre Patienten

Wir unterstützen Sie bei dieser Rechnung mit unserer kostenfreien Potentialanalyse: In unserem Anamnesegespräch ermitteln wir Ihre Potentiale, analysieren die Ergebnisse unserer Untersuchung und finden mit Ihnen die optimalen Lösungsinstrumente für Sie und Ihre Praxis: Auf dass Ihre Zeit so aufgeteilt ist, wie Sie es sich vorstellen.

Melden Sie sich einfach bei uns und wir senden Ihnen unser Informationsmaterial zur Vorbereitung auf ein Gespräch.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Ihr   Jan Ackermann