Digital Change: Ignorieren oder Akzeptieren?

Machen Sie Ihre Praxis und Ihr Team fit für die digitale Transformation

Frau Simon ist seit Wochen müde. Sie spricht in der Online-Videosprechstunde mit ihrem Hausarzt darüber und erhält neben einem Medikament ein Rezept für einen Sensor, der ihre Vitalfunktionen messen soll. Die MFA des Hausarztes sendet das digitale Rezept an die Apotheke bei Frau Simon um die Ecke, wo sie das Rezept einlöst und täglich alle gesundheitlichen Veränderungen auf ihrem Tablet über eine gesicherte Verbindung in ihrer elektronischen Gesundheitsakte speichert. So bleibt ihr Hausarzt auf dem neuesten Stand. Eine Woche später kommt Frau Simon in die Praxis, den Termin hat sie online vereinbart. In der Sprechstunde zeigt der Hausarzt in einer interaktiven Grafik am Computer, wie sich die Vitalparameter von Frau Simon verbessert haben. Auch das Medikament schlägt an. Zwei Wochen später geht es Frau Simon wieder gut. Sie vereinbart mit ihrem Hausarzt, via Hausarztpraxis-App in Kontakt zu bleiben.

Change is coming    

So könnte eine Behandlung bald aussehen – in einigen Praxen ist sie sogar heute schon Alltag. Ja, die Digitalisierung ist der Megatrend des Gesundheitswesens: Zu einer modernen, digital ausgerichteten Arztpraxis gehören eine ausgefeilte digitale Infrastruktur, ein digitales Managementsystem, vernetzte Server für Gemeinschaftspraxen, telemedizinische Betreuung, Online-Terminvergabesysteme und Rezeptbestellungen. Wer aus der technologischen Masse herausstechen will, ist auf Bewertungsportalen und auf Social Media vertreten, die Webseite wird zur digitalen Visitenkarte. Trotzdem ignorieren viele Ärztinnen, Ärzte und ihre Mitarbeitenden diese digitale Transformation. Das bestätigt eine Untersuchung von Deloitte Deutschland. Heute erfahren Sie, wie Sie aus dieser Ignoranz ganz einfach Akzeptanz erschaffen können.

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Digitalisierung fordert

Rund 15.000 befragte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus zehn Ländern in Europa nahmen an der Studie von Deloitte Deutschland teil und gaben an, wie sehr sie sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Die Ergebnisse: Bereits 38 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben in den vergangenen fünf Jahren miterlebt, wie ihre Aufgaben durch Robotik oder Automatisierung von Routineschritten abgelöst wurden. Trotzdem geben 74 Prozent an, dass es in den nächsten zehn Jahren kaum Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld geben wird – sie wiegen sich in Sicherheit.

Dabei fordert die Digitalisierung gerade auf Seiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, besonders in Arztpraxen enorm: Speziell qualifiziertes Personal muss sich mit elektronischen Systemen auskennen, mindestens Basiskenntnisse zu IT, Hardware und Software in ihrem Berufsfeld vorweisen, Grundregeln zur Datensicherheit beherrschen und sicher im Umgang mit allerlei Gadgets, Wearables und Smart-Devices sein. Und da weniger Ärztinnen und Ärzte mehr Patienten betreuen können, entwickelt sich das Gesundheitssystem weg von der Behandlung hin zur Prävention.

Es ist ganz deutlich: Ohne Weiterqualifizierungen geht es in Zukunft nicht mehr.

Digitalisierung verändert

Ignorieren Erwerbstätige die Digitalisierung? Deklarieren sie Fortbildungen als nicht notwendig, weil sie noch zu geringe Berührungspunkte mit digitalen Themen und Prozessen haben oder weil tatsächlich die Zeit fehlt?

Es mag auch an den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern liegen – an den Ärztinnen und Ärzten. Ein deutliches Beispiel: Zunehmend suchen sich auch Arztpraxen qualifiziertes Personal aus externen Agenturen oder Betrieben, weil das eigene Team den Anforderungen nicht gerecht wird. Hier wird wertvolles Talent aus den eigenen Reihen verschwendet.

Digitalisierung bietet Chancen

Wie also bringen Sie Ihr Praxisteam dazu, mit Ihnen in Richtung digitaler Zukunft zu gehen?

Die Befragung von Deloitte konnte ermitteln, dass Personal unabhängig vom Alter neue Kenntnisse am liebsten direkt im Job, also direkt in der Praxis lernt.

Damit wichtige Skills wie Teamwork, Problemlösefähigkeiten, Kommunikation, technisches Wissen, IT-Kenntnisse und Fremdsprachen erlernt werden können, müssen Sie Ihre Mitarbeitenden klar anweisen. Sagen Sie genau, was erlernt werden soll und mit welchen Methoden. Unterstützen Sie Ihr Praxisteam dabei, neue Technologien zu entdecken. Sorgen Sie dafür, dass die individuellen Talente Ihres Teams so ausgeschöpft werden, dass jeder und jede sich in Themengebieten fortbildet, die passend sind. Unterschätzen Sie auch das Potential älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht.

 Digitalisierung hat Potential

Starten Sie also mit kleinen Schritten, um den veränderten Versorgungsformen, Telemonitoring oder elektronischen Medikationsplänen näherzukommen. Zum Beispiel können Sie

  • Digitale Urlaubspläne einrichten
  • Digitale Personalakten nutzen
  • Digitale Zeiterfassung etablieren
  • Digitalisierung der Dienstplanung vornehmen

Unsere DocSys™-Managementtools, unsere Programme und mehr sind die Grundlage für eine zukunftssichernde, effiziente Praxisführung.

Zukunftssicherung mit DocSys™-Management

Mitarbeiterinnen, die sich dieser Weiterentwicklung verschließen, bremsen Sie in Ihrer Weiterentwicklung. Um Ihre Praxis entsprechend zu qualifizieren, sind entsprechende Tools samt Weiterbildungen für Sie und Ihre Mitarbeitenden also unabdingbar. Das sind Investitionen, die Ihre Zukunft absichern. Statt Ignoranz also Akzeptanz – viel besser noch: Begeistert sein über die vielen guten Möglichkeiten, die Ihr Praxisleben erleichtern und Ihre Zukunft sichern.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Ihr   Jan Ackermann